Marketing – wem des Geistes Kind?

Marketing, Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) und Werbung werden immer wieder in Zusammenhang gebracht – und zwar wegen deren Aufgaben. Daher ist es schwierig, festzulegen, was Marketing macht und was Marketing nicht macht. Beispielsweise Kommunikationskonzepte – PR-Manager und PR-Berater würden diese sofort zu ihren Aufgaben zählen. Die Agentur Zielgenau ist jetzt aber eine Marketing- und Fundraising-Agentur und bietet trotzdem Kommunikationslösungen an. Wie kann das sein?

Vorab kurz geklärt, was Marketing ist: Bei Wikipedia heißt es beispielsweise, dass Marketing, veraltet Absatzwirtschaft, zwei Funktionalitäten hat. Zum einen ist mit Marketing die Abteilung gemeint, die die Darstellung eines Unternehmen als Ganzes und dessen Produkte an den Mann bringen muss. Zum anderen ist Marketing bei Wikipedia

„ein Konzept der ganzheitlichen, marktorientierten Unternehmensführung zur Befriedigung der Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden und anderer Interessengruppen (Stakeholder).“

Damit unterstützt Marketing die Absatzorientierten Unternehmensprozesse. Heiko Walkenhorst müsste damit einverstanden sein. Er hat sich in marketing-blog.biz seine eigene These zurechtgeschrieben. Er behauptet:

„Es geht beim Marketing nur, nur, nur ums Geld. Natürlich erzählt man gerne, dass es beim Marketing um Menschen gehe. Das ist natürlich nur insofern richtig, als dass es eben jene Menschen sind, die das haben, was der Marketingtreibende gerne hätte: Geld. Und auch das Wort Markt soll in diesem Zusammenhang nicht verwirren, schließlich ist das Wort nur der ökonomische Plural von Mensch.“

Das ist jetzt mal ein harte Schote. Das würde bedeuten, dass die Kommunikationslösungen, die die Agentur Zielgenau anbietet, nur dem Ziel dienen, Gewinn zu machen. Und das wiederrum ist doch auch das ausgesprochene Ziel der Werbeleute. Werbung will nichts anderes, als den Absatz anzukurbeln, indem sie, im optimalen Fall kreativ, die Kundschaft so stimuliert, dass diese möglichst schnell das beworbene Produkt ohne lange Kaufberatungen erwerben oder alternativ einer Aussage zustimmen.

Jetzt gibt es aber einige Marketing-Experten und (hoffentlich) noch mehr Öffentlichkeitsarbeiter, die sagen, dass Unternehmen nicht alleine kommunizieren, um den Absatzverkauf zu steigern. Ein Unternehmen kann nämlich aus Sicht von Öffentlichkeitsarbeitern nur dann langfristig gut wirtschaften, wenn es sich u.a. profiliert (um sich von Wettbewerbern zu unterscheiden) und von seiner Umgebung akzeptiert wird (damit niemand bspw. Investitionsprogramme bestreikt). Denn: Eine positive Grundeinstellung gegenüber Unternehmen entscheidet auch über Kaufentscheidungen der Kunden. Sie kaufen eher bei demjenigen, den sie gut finden.

Wer ist jetzt also wofür verantwortlich bzw. welche Aufgaben sollten bei welcher Abteilung liegen? Eines vorab – sowohl Marketing, als auch PR und Werbung – alle haben mit Kommunikation zu tun. Und damit tragen sie die Verantwortung und Organisation der Vermarktung eines Unternehmens und seiner Produkte mit. Dabei ist die wesentliche Frage die nach dem Inhalt und dem Ziel der jeweiligen Abteilung. Was ist also sinnvoll? Wer sollte was machen?

Zunächst: Jede Abteilung muss zwingend mit jeder zusammenarbeiten, da sonst ein Ungleichgewicht entsteht. Entscheidend dabei ist, dass die Organisation bei der Marketingabteilung liegt. Sie konzipiert, wie das Unternehmen bestmöglich vermarktet werden kann – und zwar inhaltlich, um dann bestmöglich Umsatz zu machen. Somit wäre die Öffentlichkeitsarbeit, auch Public Relations, für die Kommunikation des Profils, der USPs etc. des Unternehmens verantwortlich, während die Werber die Absatzkommunikation bildlich und sprachlich umsetzen. Ideal wäre also eine crossemdiale Verzahnung zwischen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Denn jeder Bereich kann für sich definiert werden – die Aufgaben müssen nur entsprechend nach strategischer Notwendigkeit mit dem jeweiligen Bereichs-Know-how angereichert werden. Und diese Plaunung des Gesamtkonzeptes sollte, um möglichst effektiv anzusetzen, beim Marketing angesiedelt werden – und ist somit auch richtig bei der Agentur Zielgenau.

 

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2 Kommentare zu Marketing – wem des Geistes Kind?

  1. Hallo,

    Sie schreiben:

    Jetzt gibt es aber einige Marketing-Experten und (hoffentlich) noch mehr Öffentlichkeitsarbeiter, die sagen, dass Unternehmen nicht alleine kommunizieren, um den Absatzverkauf zu steigern. Ein Unternehmen kann nämlich aus Sicht von Öffentlichkeitsarbeitern nur dann langfristig gut wirtschaften, wenn es sich u.a. profiliert (um sich von Wettbewerbern zu unterscheiden) und von seiner Umgebung akzeptiert wird (damit niemand bspw. Investitionsprogramme bestreikt).

    Und was heißt in diesem Zusammenhang „wirtschaften“? Mit Geld umgehen? Wessen?

    Fragt nur mal so

    der Mann mit der harten Schote 🙂

    • simone sagt:

      Gute Frage…

      Ich sehe „wirtschaften“ nicht unmittelbar als „Geld“ umsetzen, bewegen oder verdienen, sondern als Haushalten mit seinen eigenen Mitteln. Und hier ist die Frage nach dem Zweck: Wirtschafte ich alleine aus dem Zweck heraus, Geld zu machen, oder wirtschafte ich aus anderen Absichten heraus? Und da gibt es Unternehmungen, die tatsächlich aus anderen Absichten heraus kommunizieren – bspw. Non-Profit-Organisation. Könnte es nicht also sein, dass es einen Unternehmer gibt, der sich mit seiner Firma beispielsweise bei einer gemeinnützigen Stiftung engagiert, weil er von dieser Arbeit überzeugt ist und dabei keinen Profit herausschlagen will?

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