Mehr als „me too“: Marketing für Berater und Trainer

„Wer nicht wirbt, stirbt.“ An den alten Grundsatz halten sich heute noch (viel zu) viele Unternehmen. Werbeanzeigen werden nach wie vor als das zentrale Instrument des Marketings gesehen – gerade im Mittelstand. Was beim  Handel und Handwerk noch teilweise funktionieren mag, passt bei Beratern, Trainern und Coaches nicht mehr. Doch wie sollen sie auf sich und ihre Leistungen aufmerksam machen?

„Me too“ – Ich arbeite nach…
Das zentrale Marketinginstrument für Berater, Trainer und Coaches ist die Website. Bei einem Vergleich fallen schnell einige zentrale Punkte auf, die fast überall gleich sind:

  • Die Ausbildung und die eigene Arbeitsweise stehen im Mittelpunkt – „ich arbeite nach…“, „ausgebildet bei…“, „studiert bei…“ – Wer nicht gerade in der Branche sehr bewandert ist, dem sagen die Namen nichts. Gleichzeitig definieren diese Personen sich über andere, nicht über sich selbst.
  • Wie eigenen Stärken, USPs bleiben unbeantwortet. Warum soll ich ihre Leistungen in Anspruch nehmen? Was können sie als andere?
  • Welchen Nutzen habe ich? In der Regel sind nur Allgemeinplätze zu finden?
  • Wer ist die Zielgruppe? Alle? Jeder, der Hilfe braucht? Jugendliche, Senioren, Berufstätige? Arbeitslose?
  • Einheitliche Sprache und Begriffe. Viele Texte und Webseiten sind austauschbar, beliebig. Die Begriff kommen – wie Floskeln – fast überall vor.

So kommt es, dass viele Berater, Trainer und Coaches erschreckend farblos und profillos nach außen wirken.

Ein klares Profil gewinnen – die Spezialisierung ist entscheidend
Entscheidend ist es, sich über das eigene Profil und die eigene Stärken bewusst zu werden. Was kann und will ich – und vor allem – was nicht? Berater, Trainer und Coaches sind Anbieter und Produkt in einem. Sind sie klar, ist das Angebot klar!

Keiner kann alles, jeder hat seinen Schwerpunkt. Doch wo ist der? Wie kann er deutlicher kommuniziert? Welche Marketinginstrumente setze ich ein. Diese und weitere Themen sind bei einer Marketingstrategie für Berater, Trainer und Coaches zu klären. Ohen Spezialisierung geht es nicht. Vor allem aber ist es wichtig: Wie können Kompetenz, Qualität und Glaubwürdigkeit vermittelt werden?

Marketingberater gibt es viele
Auch Marketingberater gibt es viele: mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Kompetenzen und Erfahrungen. Wie fnden Sie den richtigen? Gerade im Marketing ist eine eigene Praxiserfahrung unerlässlich. Marketingberater, die nie in einem Unternehmen oder einer Agentur gearbeitet, verstehen manche Zusammenhänge nicht.
Sie sollten weiterhin praktische Medienerfahrung besitzen. Nur wer selbst für andere Mailings, Websites, Social Media und Co. entwickelt und realisiert hat, kann auch qualifiziert beraten.
Und nicht zuletzt ist die soziale, zwischenmenschliche Kompetenz wichtig. Dampfplauderer mit Patentrezepten, Chaka-Du-kannst-es-Typen helfen Ihnen nicht weiter.

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2 Kommentare zu Mehr als „me too“: Marketing für Berater und Trainer

  1. Martin sagt:

    Inspirierender Artikel.Ich habe einige gute Denkanstoesse bekommen. Freue mich schon auf neue Posts zum Thema.

    • Joerg sagt:

      Danke für die Rückmeldung. Gerade das Marketing von guten Beratern ist verbesserungswürdig – für gute Beispiele bin ich dankbar.

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